Vitamin D und Parkinson

Der Mangel an Vitamin D wird mit Parkinson in Verbindung gebracht. Viele Erkrankte haben einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel

Parkinson Krankheit

Vitamin D-Spiegel und Parkinson. Gibt es einen Zusammenhang?

Parkinson, die sogenannte „Schüttelkrankheit“, tritt meist im Alter zwischen 50 und 75 auf. Doch wussten Sie, dass der Vitamin D-Spiegel auch einen Einfluss auf die Erkrankungswahrscheinlichkeit zu haben scheint? Denn in zwei unterschiedlichen Studien haben Wissenschaftler festgestellt, dass das Risiko, an Parkinson zu erkranken steigt, wenn der Vitamin D-Spiegel im Blut sehr niedrig ist.

In einer Studie der Emory University in den Staaten wurde der Vitamin D-Spiegel von Senioren untersucht, gerade die Gruppe mit einer Parkinson-Erkrankung war mit Vitamin D im Blut unterversorgt. Teilweise wird dieser Zusammenhang auch dadurch kommen, dass Parkinson Patienten sich schlechter bewegen können und sich dadurch wahrscheinlich weniger draußen aufhalten (und somit weniger Vitamin D selbst produzieren). Es kann aber auch sein, dass das Vitamin D eine wichtige Rolle im Gehirn spielt und ein Mangel auch Parkinson fördern kann. Denn andere Studien haben gezeigt, dass gerade der Teil des Gehirns, der viele Vitamin D-Rezeptoren hat, bei Parkinson abstirbt (er heißt Substantia nigra).

Man vermutet, dass es auch deshalb einen Zusammenhang zwischen Parkinson und dem Vitamin D-Spiegel gibt.

Interessant ist, dass die Studie im Südwesten der USA durchgeführt wurde – eine Gegend, in der die Sonne länger und stärker scheint als in anderen Gegenden der USA. Da Vitamin D durch Sonneneinstrahlung vom Körper selbst hergestellt wird, würde man vermuten, dass dort ein Vitamin D-Mangel eher selten ist. Doch dem ist nicht so. Ich halte das jedoch nicht verwunderlich. In der heutigen Zeit mit der Angst vor Hautkrebs wird sich selten unbedeckt oder ohne Sonnenschutzcreme in die Sonne gewagt. Dadurch allerdings kann die Haut nicht mehr so viel Vitamin D produzieren – und somit haben die Menschen auch in Sonnengegenden einen Vitamin D-Mangel (mehr zum Thema Sonnenschutz lesen Sie hier). Ich vermute auch, dass Senioren weniger raus in die Sonne gehen, weniger aktiv sind als junge Menschen, so dass sie auch dadurch eher einen Vitamin D-Mangel haben. Gleichzeitig kann die Haut von älteren Menschen weniger gut Vitamin D selbst herstellen, so dass Senioren schon dadurch eher einen Mangel als junge Menschen haben.

Auch wurde in einer finnischen Studie ein Zusammenhang zwischen Parkinson und dem Vitamin D-Level festgestellt. Im „Mini-Finland Health Survey“ wurde das Blut von 3100 Personen im Laufe von 29 Jahren untersucht. Das Risiko an Parkinson zu erkranken, stieg um 67 %, wenn der Spiegel an Vitamin D sehr niedrig war (im Vergleich zur Gruppe mit der höchsten Vitamin-D-Konzentration im Blut).

Parkinson ist eine neurologische Erkrankung, die langsam fortschreitet. Bei Parkinson-Patienten sterben die Dopamin produzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra (einer Gehirnregion) ab. Dadurch wird weniger Dopamin produziert, wodurch andere Bereiche des Gehirns nicht mehr optimal arbeiten können. Die typischen Symptome von Parkinson sind:

  • Muskelstarre
  • Verlangsamte Bewegung
  • Instabil in der Haltung und
  • Muskelzittern

Die genannaten Studien zur Parkinson-Erkrankung machen es nochmal deutlich, dass gerade ältere Menschen auf ihren Vitamin D-Spiegel achten müssen. Ein Bluttest beim Hausarzt oder über ein Testset im Internet gibt Aufschluss über den Vitamin D-Spiegel.

Quellen:

1)      Wikipedia: Parkinson-Krankheit. In: http://de.wikipedia.org/wiki/Parkinson-Krankheit#Erkrankungsalter_und_H.C3.A4ufigkeit (Abruf vom 10.02.2014).

2)      Deutsches Ärzteblatt: Häufiger Vitamin-D-Mangel bei Parkinson. In: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/34032/Haeufiger-Vitamin-D-Mangel-bei-Parkinson (Abruf vom 10.02.2014)

3)      Pressemitteilung der Emery-University: Lack of Vitamin D lincked to Parkinsonßs disease (Abruf vom 10.02.2014)

4)      Hofmann-Aßmus, Marion: Vitamin D: Prophylaxe gegen Krebs und chronische Krankheiten? In: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=36238 (Abruf vom 10.02.2014).

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