Vitamin D und Blasenkrebs

Niedriger Vitamin D Spiegel ist ein Risikofaktor für Blasenkrebs UND bewirkt einen schlechteren Verlauf der Erkrankung

Gleich zwei Studien haben einen Zusammenhang zwischen Blasenkrebs und einem niedrigem Vitamin D-Spiegel hergestellt. In einer Studie des Mountain Home VA Medical Centers wurden Veteranen mit Blasenkrebs in den Jahren 1999 bis 2008 untersucht und befragt. Die Forscher stellten fest, dass es für den Krankheitsverlauf positiver war, wenn der Ausgangs-Spiegel an Vitamin D besser war und der Spiegel im Verlauf beobachtet wurde. Dabei haben die Forscher Faktoren wir Alter, Body-Mass-Index, den Breitengrad und die Jahreszeit der Probenentnahme mit einberechnet, sie haben also kontrolliert, dass diese Faktoren das Ergebnis der Untersuchung nicht verfälschen.

Röntgenaufnahme Blasenkrebs

Wie wirkt sich die Einnahme von Vitamin D bei Blasenkrebs aus?

Der Körper scheint somit den Blasenkrebs besser bekämpfen zu können, wenn er vorher schon einen besseren Vitamin-D-Spiegel hat und dieser auch im Krankheitsverlauf kontrolliert wird.

In einer spanischen Studie wurden die Risikofaktoren für Blasenkrebs erforscht. Es wurden sowohl der Vitamin-D-Level, aber auch der Level an Arsen, Eisen, Nickel und Selen überprüft wie auch bestimmte Gene untersucht. Dabei hat man festgestellt, dass ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel das Risiko an Blasenkrebs zu erkranken, verdoppelt. Das Risiko, eine besonders aggressive Form des Blasenkrebses zu bekommen, ist sogar sechsfach höher, wenn der Vitamin-D-Spiegel niedrig ist. Grundsätzlich hatten die Patienten mit Blasenkrebs einen durchschnittlich niedrigeren Vitamin-D-Level als die Kontrollgruppe, also Studienteilnehmer ohne Blasenkrebs. Es ist also wichtig, dass man auf seinen Vitamin D-Spiegel schon VOR Ausbruch einer Erkrankung achtet.

Der Blasenkrebs ist die fünfhäufigste bösartige Krebserkrankung des Menschen. Männer erkranken an ihr eher als Frauen

16.000 Menschen erhalten jährlich in Deutschland diese Diagnose. Die Erkrankten sind meist zwischen 65 und 70 Jahre alt.  Wird der Krebs frühzeitig erkannt, stehen die Heilungschancen gut. Meist wird der Tumor mit einer Chemotherapie behandelt, oft auch wird die Blase entfernt.

Ein Sympton des Blasenkrebses ist Blut im Urin, der Betroffene hat dabei jedoch keine Schmerzen. Wenn geronnenes Blut die Harnröhre verstopft, können auch Schmerzen auftreten. Im Spätstadium kann es zu einem Harn- oder Nierenstau kommen, der ebenso schmerzhaft ist. Der Blasenkrebs kann in die Knochen streuen, was sich in Schmerzen im Skelett bemerkbar macht.

Wikipedia nennt als Risikofaktoren für Blasenkrebs chronische Entzündungen, Tabakkonsum, bestimmte chemische Substanzen, Strahlentherapie, abwehrunterdrückende Medikamente und künstliche Süßungsmittel. Ich würde nach dem Lesen der spanischen Studie noch hinzufügen: Ein niedriger Vitamin D-Spiegel.

Nach dem Online-Lexikon hat schützt auch der Verzehr von Obst gegen diese Form des Krebses. Allerdings können sich die Wissenschaftler dies noch nicht erklären. Auch Vitamin E soll vor der Krankheit schützen, dies wird jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch unter den Wissenschaftlern diskutiert.

Quellen:

1) Wikipedia: Blasenkrebs. In: http://de.wikipedia.org/wiki/Blasenkrebs

2) Louis, PF: Low vitamin D increases risk of bladder cancer up to 600 percent. In:  http://www.naturalnews.com/038083_vitamin_d_deficiency_bladder_cancer.html#ixzz2e1gGxr7r
3) Peiris AN, Bailey BA, Manning T: Relationship of vitamin D monitoring and status to bladder cancer survival in veterans. In: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23380747

4) Malats, Nuria: Genetic & molecular epidemiology group, research highlights. In: http://www.cnio.es/ing/grupos/plantillas/investigacion.asp?pag=844

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