Meine lange Reise aus der Depression

Ein Selbstversuch mit Vitamin D3

Depression kann viele Gesichter haben. Der eine hat sie, weil er um seinen verstorbenen Sohn trauert, der andere, weil er das Gefühl hat, er habe nie etwas erreicht in seinem Leben. Die nächste widerrum bekommt einen Burnout einfach weil sie hart in einem aufreibenden Beruf arbeitet, der ihr keinen Spaß macht. Und wieder der nächste hat ein Kindheitstrauma nicht aufgearbeitet und wird deshalb regelmäßig depressiv. Doch was, wenn man in seiner Vergangenheit wühlt, und sich nicht erklären kann, woher diese Schwermut doch kommt? Was, wenn nach vielen Stunden Therapie die Depression immer wieder um die Ecke kommt – was tun?

Foto Burnout, Antriebslosigkeit

Burnout sowie Antriebslosigkeit sind ebenso Formen der Depression

Ich kann nur raten, eine Depression nicht nur therapeutisch anzugehen, sondern auch unbedingt abzuchecken, ob da nicht eine körperliche Ursache dahinter stecken kann. Denn ich selbst habe jahrelang gegen tiefe Schwermut angekämpft, mit Therapie und Antidepressiva jeglicher Art. Die Therapie hat schon was gebracht – es war eine gute Erfahrung – aber die Depressionen hatte ich danach immer noch. Und die Antidepressiva? ich habe sie gehasst. Die Nebenwirkungen waren unangenehm und ich hatte überhaupt nicht das Gefühl, dass sie helfen. Ich habe sie nur geschluckt weil mir jemand sagte, ich müsse das schlucken, das wäre gut für mich. Dieses Vertrauen in die Aussage von Ärzten habe ich heute nicht mehr. Schließlich fand ich heraus, dass ich einen immensen Vitamin-D-Mangel hatte. Der war unbemerkt, denn ich hatte auch Depressionen im Sommer, weshalb niemand davon ausgegangen ist, dass meine Depression etwas mit der Sonne und somit mit meinem Vitamin-D-Level zu tun hat. Falsch gedacht. Mein Vitamin-D-Level war so niedrig, dass er auch im Sommer weit unter den Richtwerten war. Kein Wunder, dass ich regelmäßig gegen den „Blues“ ankämpfen musste.

Mit dem Ausgleich des Vitamin-D-Levels kam auch die Lebensfreude wieder zurück.

Zugegeben: Nach ein paar Monaten kam sie wieder durch die Hintertür, die Depression. Trotz hoher Vitamin-D-Werte. Das hat mich stutzig gemacht und ich habe mich dann auf eine Reise in die Welt der Vitamine und Mineralstoffe begeben. Und dabei habe ich gelernt, dass es auch körperlich viele Auslöser für Depressionen geben kann, z. B. auch ein Mangel an Vitamin B3 oder ein Magnesiummangel. Das Buch „The Vitamin-Cure for Depression“ von Bo Jonsson und Andrew Saul habe ich verschlungen. Seitdem nehme ich nicht nur Vitamin D, sondern auch Magnesium und B-Vitamine, vor allem B3, in hohen Konzentrationen zu mir. Und sie ist wieder weg, die Depression. Ob sie wegbleibt kann ich nicht sagen, aber ich stelle fest, dass mein Lebensgefühl sich enorm verbessert hat, meine Laune schon morgens gut ist und ich wieder Pläne für die Zukunft mache. Eine Zukunft ohne Antidepressiva, da bin ich mir sicher.

von Sabine M. (Name der Redaktion bekannt)

4 Comments Meine lange Reise aus der Depression

  1. Franz

    1 Woche 3000 IE vit d täglich plus vit k2 und schon fühle ich mich bedeutend besser. Wandernde Muskelschmerzen, Schlaflosigkeit, Antriebsschwäche um ein vielfaches besser. Natürlich auch AD mittel Trittico 50mg abends zum Einschlafen. Was mehr wirkt weiß ich nicht. Jeden Tag Fitnesstraining und viel an der frischen Luft.

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  2. Katja

    Lasst euch untersuchen bevor ihr AD’s nehmt….. Bei mir zB sind die Aminosäuren im Keller…. Eine ausführliche Blutuntersuchung kann eine Fehlbehandlung vermeiden…..

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  3. Heidrun

    Hallo,
    ich habe deinen sehr interessanten Artikel heute erst gefunden. Ich stecke seit 12 Jahren in der AD Falle und beginne jetzt mit Vit. D3, B3 und Magnesium.
    Meine Frage an dich: Hast du gleich zu Beginn die ADs abgesetzt oder das Vit. D3 ersteinmal wirken und Depot auffüllen lassen? Wie bist du vorgegangen?
    Freue mich sehr auf eine Antwort.
    Grüße,
    Heidrun

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    1. Jan Gerhards

      Hallo Heidrun,
      Das ist nur ein Erfahrungsbericht, kein Rat. Offiziell muss ich dir raten, dich an deinen Arzt zu wenden. Zu meiner Geschichte: Ich selbst habe die AD meist sehr schnell abgesetzt. Mein Vitamin D Depot habe ich sehr schnell aufgefüllt und schnell davon eine Wirkung gemerkt. Ich habe erst abgesetzt, als es mir besser ging. Aber vom schnellen Absetzen von Psychopharmaka wird grundsätzlich abgeraten, siehe auch „Psychopharmaka absetzen“ von Peter Lehmann. Viel Erfolg Dir!
      Sabine

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