Vitamin D3 und Zahnerkrankungen

Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und Karies bei Kindern bestätigt

Vitamin D3 Molekular Modell

Gibt es Resultate bei Vitamin D Mangel und Karries?

Schlechte Zähne? Vielleicht ist ihr Vitamin D-Spiegel nicht hoch genug. Diesen Zusammenhang hat eine Studie der University of Washington bestätigt. Der Forscher Dr. Philippe Hujoel hat die Zahlen aus 24 Zahnstudien aus den Jahren 1920 bis 1980 neu ausgewertet. Dadurch hatte er Zugriff zu den Daten von fast 3000 Kindern im Alter von 2 bis 16 Jahren (Durchschnittsalter 10 Jahre) aus verschiedenen Ländern, u. a. den Vereinigten Staaten, England und Schweden. Teilweise haben die Kinder Vitamin-D-haltigen Lebertran bekommen, teilweise Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel und manche wurden auch mit UV-Licht bestrahlt, das ja bekanntlich die Vitamin-D-Produktion im Körper anregt. Das Ergebnis: Vitamin D scheint Karies zu verhindern und kann präventiv zur Vermeidung von Karies eingesetzt werden. Die Karies kann sich um 50 % verringern, wenn auf den Vitamin-D-Spiegel geachtet wird.

Für den Wissenschaftskollegen Dr. Michael Hollick ist dieses Ergebnis nichts neues, aus seiner Sicht…

… haben Kinder mit einem Vitamin D-Mangel Probleme beim Zahnwachstum und sind eher anfällig dafür, Zahnkaries zu bekommen.

Woher kommt nun dieser Zusammenhang zwischen Vitamin D und Zahngesundheit? Ich persönlich vermute, dass Vitamin D bei der Mineralisierung von Zähnen eine genauso große Rolle spielt, wie bei der Mineralisierung von Knochen. Denn ohne Vitamin D besteht die Gefahr, Osteoporose zu bekommen, ich habe einen eigenen Artikel dazu hier verfasst. Zähne brauchen auch Mineralien, genauso wie Knochen. Sie sind kein „totes“ Stück Stein, sondern haben einen Mineralstoffwechsel, genau wie die Knochen. Wird der gestört, geht es dem Zahn nicht gut.

Ob Sie nun schlechte Zähne haben oder nicht: Es ist aus meiner Sicht wichtig, dass Sie Ihren Vitamin D-Spiegel überprüfen. Dies können Sie ganz einfach mit einem Test zu Hause machen, den Sie hier bestellen können. Denn Vitamin D wird für viele Prozesse im Körper gebraucht, nicht nur für die Knochen- und Zahngesundheit.

Unterschätzen Sie auch nicht, wie weit ein Vitamin D-Mangel verbreitet ist: Nach Meinung eines Mediziners hat jeder zweite einen Mangel an diesem „Sonnenvitamin“ in Deutschland.

Quellen:

1) Hujoel, Philippe P.: Vitamin D and dental caries in controlles clinical trials: systematic review and meta-analysis. In: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1753-4887.2012.00544.x/abstract

2) SciencyDaily: Vitamin D Linked to Lower Rates of Tooth Decay. In: http://www.sciencedaily.com/releases/2012/11/121127130321.htm

3) University of Washington: New review associates vitamin D with lower rates of tooth decay. Studies of children in several countries linked vitamin D to a 50 percent reduction in the incidence of dental caries. In: http://www.eurekalert.org/pub_releases/2012-11/uow-nra112712.php

4) Prof. Stefan Zeuzem im Interview auf Webseite: http://www.hivandmore.de/archiv/2011-1/HIV1_11_FoBi_Bogner.pdf

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