Vitamin D3 und Multiple-Sklerose

Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin D3-Level und Gehirnschädigung bei Multiple-Sklerose-Patienten entdeckt.

Multiple Sklerose Darstellung

Multiple Sklerose und Vitamin D: besteht ein Zusammenhang?

Der Vitamin D3 Level hat wahrscheinlich einen großen Einfluss auf die Entwicklung von MS-Erkrankungen. Eine Studie der Universität in Buffalo, USA deutet auf Zusammenhänge zwischen dem Vitamin D3 Level und der physischen und kognitiven Leistung der Multiple-Sklerose-Erkrankten hin.

In der Studie hatten sowohl die MS-Patienten wie auch die Kontrollgruppe einen zu niedrigen Level an Vitamin D3.

Nach genaueren Untersuchungen entdeckten die Forscher, dass der Level von Vitamin D3 im Blut, bestimmten aktiven Vitamin D Nebenprodukten mit der Atrophie (dem Abbau) des Gehirns wie auch der Läsion (der Verletzung) des Gehirns von Patienten mit Multiple-Sklerose einher geht.

Nach den Forschern gibt es einen potentiellen Zusammenhang zwischen den kognitiven Schädigungen der Multiple-Sklerose Patienten und ihrem niedrigen Vitamin D3-Level.

So haben nur 7 Prozent der Personen mit einer sekundär progredienten Form von MS ausreichend genug Vitamin D3, bei der weniger schlimmen Form von rezidivierend-remittierenden MS sind es schon 18,3 %.

Bisher war nur bekannt, dass ein zu niedriger Level an Vitamin D3 auch ein höheres Risiko bedeutet, an Multiple-Sklerose zu erkranken. Jetzt geht der Zusammenhang noch weiter: MS-Patienten, die größere Schwierigkeiten im abstrakten Denken und beim Planen und Organisieren haben, haben meist auch eher einen Mangel an Vitamin D.

Zusatz:
Vitamin D und Multipe Sklerose:
Multiple Sklerose (MS) ist weit nördlich oder südlich des Äquators häufiger anzutreffen als in sonnigen Gegenden. Wissenschaftler vermuten einen chronischen Vitamin D Mangel als möglichen Grund. Eine Studie fand heraus, dass 62% der hellhäutigen Männer und Frauen mit hohem Vitamin D Level im Blut, weniger Risiko besitzen, an Multiple Sklerose zu erkranken als Menschen mit niedrigem Vitamin D Level. Ein ähnliches Ergebnis unter farbigen Frauen und Männern konnte nicht entdeckt werden, zum einem, da nicht genügend farbige Studienteilnehmer teilnahmen, zum anderen besaßen ein Großteil dieser Teilnehmer einen niedrigen Vitamin D Level. Somit ist es mühsamer, eine Verbindung zwischen Vitamin D und Multiple Sklerose aufzuzeigen… falls es denn eine gibt.

Vitamin D und Immunfunktion
Die Rolle von Vitamin D bei der Regulation des Immunsystems läßt Wissenschafter diverse Richtungen verfolgen:
Trägt ein Vitamin D Mangel zur Entwicklung von Multiple Sklerose, Typ 1 Diabetes und so genannten Autoimmunerkrankungen bei, indem das körperliche Immunsystem sein eigenes Gewebe sowie seine Organe angreift? Und kann ein Vitamin D Nahrungsergänzungsmittel unterstützend bei der Abwehr von Infektionserkrankungen wirken, wie z.B. Tuberkulose und der saisonalen Grippe? Daten zu dieser Thematik sind noch nicht vollständig ausgewertet und werden noch gesammelt.

Quelle:

Baker, Lois: Low Vitamin D Levels Are Related to MS Brain Atrophy, Cognitive Function, Studies Show. Webseite: http://www.buffalo.edu/news/releases/2010/04/11284.html

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