Mit Vitamin D unterversorgt?

Vitamin D: Warum sind so viele unterversorgt? Warum könnten auch Sie unterversorgt sein?

Wie hier schon erörtert, braucht der Körper zur Produktion von Vitamin D die Sonne. Und zwar direkte Sonne, denn nur durch die UVB-Strahlen der Sonne wird die Produktion in Gang gesetzt. Ohne UVB kein Vitamin D. Deshalb findet man gerade bei Menschen, die kaum ans Tageslicht kommen, auch garantiert einen Vitamin D-Mangel. Denn Vitamin D kann zwar auch mit der Nahrung aufgenommen werden, aber soviel Fisch und Ei kann man gar nicht essen, um den Mangel auszugleichen. Deshalb ist es so wichtig, ausreichend Zeit in der Sonne zu verbringen. Und zwar ohne Kleidung, die die ganze Haut bedeckt und ohne Sonnenschutzmittel. Denn SonnenschutzcremAbbildung Kräuter, Blumen und Kapselne blockiert die so wichtigen UVB-Strahlen und verhindert dadurch die Produktion von Vitamin D. (Falls Sie sich länger in der knallen Sonne aufhalten und Angst vor Sonnenbrand haben, dann warten Sie mit dem Eincremen etwas. Wir selbst cremen uns erst nach frühestens 20 bis 40 Minuten Sonnenbad ein, um dem Körper eine ausreichende Chance zu geben, Vitamin D zu bilden.) Somit ist das Problem heutzutage nicht, dass die Haut ZUVIEL Sonne abbekommt, sondern ZUWENIG. Auch in sonnigen Gegenden wie Kalifornien hat man untersucht, ob die Menschen ausreichend Vitamin D haben, doch dem ist nicht so. Das liegt zum einen daran, dass sich aus Angst vor Hautkrebs nicht viel in der Sonne aufgehalten wird und zum anderen daran, dass viel mit Sonnenschutz in die Sonne gegangen wird. Ein fataler Irrtum. Und in unseren Breitengraden scheint die Sonne auch nicht ganzjährig gleich stark, so dass ein Vitamin-D-Mangel besonders gerade am Ende der Wintermonate vorzufinden ist.

Müssten dann nicht Personen, die sich extrem viel in der Sonne aufhalten, mit Vitamin D überversorgt sein?

Müssten dann nicht Personen, die sich extrem viel in der Sonne aufhalten, mit Vitamin D überversorgt sein? Nein, denn der Körper denkt mit. Wenn in der Haut mehr als 20.000 IE (internationale Einheiten) an D3 erzeugt wurden, springt ein Mechanismus in der Haut an, der jede Einheit zuviel wieder zerstört. Sie müssen also keine Angst haben, dass Sie sich durch Sonnenbäder an Vitamin D3 überdosieren könnten (Überdosierung ist generell weniger ein Problem als Unterdosierung, mehr zum Thema Überdosierung hier).

Es gibt auch einen direkten Zusammenhang zwischen dem Hauttypen und der Vitamin-D-Produktion. Weil gerade Personen mit dunklerer Haut einen natürlichen Sonnenschutz in ihrer Haut haben, müssen diese sich auch länger in der Sonne aufhalten um Vitamin D3 zu produzieren als hellhäutige Personen. So hat man z. B. in einer Studie der Mayo Clinic Proceeding festgestellt, dass ALLE Studienteilnehmer, die Afroamerikaner, Indianer, Spanier oder Afrikaner waren und somit alle einen dunkleren Hauttyp hatten, einen Mangel an Vitamin D3 hatten.

Eine weitere Risikogruppe bezieht sich auf das Übergewicht. Denn: Vitamin D ist fettlöslich. Also speichert der Körper Vitamin D auch in den Fettzellen. Wenn Vitamin D aber in den Fettzellen ist, ist nicht mehr genügend Vitamin D in den Organen. Deshalb ist die Konzentration von Vitamin D im Blut bei Fettleibigen bei gleicher Menge an Sonnenbädern nicht so hoch wie bei Normalgewichtigen.
Auch Senioren müssen besonders stark auf ihren Vitamin D-Level achten. Es wird geschätzt, dass die Hälfte an Amerikanern über 65 einen Vitamin-D-Mangel haben. Wir glauben, dass die Verhältnisse in Europa nicht anders sein können (weshalb sollten sie?). Und 50 % von Frauen nach der Menopause, die Osteoporose haben, haben auch einen zu niedrigen Vitamin D-Level. Bei den Senioren ist der Vitamin-D-Mangel auch auf den Fakt zurückzuführen, dass die Älteren zum einen oft gut bedeckt in die Sonne gehen und zum anderen sich eher weniger draußen aufhalten. Gerade Heimbewohner, die an ihr Bett gebunden sind, haben ein extrem hohes Risiko, nicht ausreichend Vitamin D zu haben.

Das Fazit: Falls Sie kein Sonnenanbeter sind: Lernen Sie die Sonne lieben. Sonnenstrahlen tun nicht nur der Seele gut, sondern auch dem Körper.

Quellen:

1) Khalsa, Soram: The Vitamin D Revolution. How the Power of This Amazing Vitamin Can Change Your Life. Croydon 2010.

2) o.A.: Heimbewohner häufig mangelernährt. Webseite: http://www.gesundheit-heute.de/index.php/Heimbewohner_h%C3%A4ufig_mangelern%C3%A4hrt

3) o.A.: UVB exposure: sunlight and indoor tanning. Webseite: http://www.vitamindcouncil.org/about-vitamin-d/how-to-get-your-vitamin-d/uvb-exposure-sunlight-and-indoor-tanning/

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