Reizdarm

Wenn der Darm verrückt spielt – schon mal Ihren Vitamin-D-Spiegel überprüft? Studie zeigt Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Spiegel und Reizdarm

Der Reizdarm ist eine weit verbreitete Erkrankung, zwischen 9-23 % der Bevölkerung auf unserem blauen Planeten leiden unter dieser Verdauungsstörung. Es wird geschätzt, dass der Reizdarm allein in den Staaten jährlich Kosten von 21 Milliarden Dollar erzeugt.

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Ein Reizdarm kann sehr unangenehm sein. Warum ein korrekter Vitamin D-Spiegel eventuell helfen könnte.

Jeder zweite, der zum Gastroenterologen geht, klagt beim Arzt über die typischen Beschwerden eines Reizdarms: Durchfall und/oder Verstopfung, Aufgebläht sein, Blähungen, weißen oder gelben Schleim im Stuhl, das Gefühl der Stuhl passiert den Darm nicht komplett oder ein Gefühl dringend auf die Toilette zu müssen. Bei einem Reizdarm haben die Patienten oft Schmerzen im Unterleib, die durch den Stuhlgang gelindert werden und/oder die Schmerzen stehen im Zusammenhang mit dem Stuhl. Teilweise kann ein Reizdarm auch sehr peinlich für den Betroffenen sein.

Es gibt für den Reizdarm keine Pille oder Spritze, die ihn hinwegzaubert. Der Gastroenterologe muss alle möglichen Ursachen in Erwägung ziehen, Zöliakie oder andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Magenkrebs, kranke Bauchspeicheldrüse, Hormonstörungen um nur einige zu nennen. Die Ursache zu finden und zu behandeln kann Jahre dauern.

Gibt es denn nun einen Zusammenhang zwischen Reizdarm und dem Vitamin D-Spiegel? Dies haben Gastroenterologen von der University of Sheffield untersucht. Dabei haben sie die Ausprägung der Erkrankung, ihren Einfluss auf die Lebensqualität und den Vitamin D Status erfasst.

Tatsächlich: Von den 51 Patienten mit Reizdarm waren 82 % mit Vitamin D unterversorgt. Ihr Vitamin-D-Status hat ihre durch den Reizdarm beeinflusste Lebensqualität widergespiegelt.

Das heißt mit einem unteren Vitamin-D-Spiegel war auch die wahrgenommene Lebensqualität schlechter, (sie wurde an dem Ausmaß gemessen, wie der Reizdarm das Leben der Betroffenen beeinflusst hat).

Auch wenn man die Ursache nicht kennt: Kann man nun mit Vitamin D den Reizdarm verbessern? Die Wissenschaftlerin Vicky Grant hat es gemacht. Sie leidet unter den Symptomen eines Reizdarms seit 30 Jahren, hat aber eine deutliche Verbesserung durch die Einnahme von hohen Dosen an Vitamin D festgestellt (es ist mir jedoch nicht bekannt, wie hoch die Dosis war). Die Nahrungsergänzung hat deutlich die Beschwerden zurückgehen lassen, während andere Versuche, den Darm zu heilen, gescheitert sind. Grant betont, dass der Reizdarm eine komplexe Krankheit ist, die auch bei anderen Erkrankungen auftreten kann. Das Vitamin D kann dabei helfen, diese ursächliche Erkrankung mit zu behandeln.

Wikipedia: Reizdarmsyndrom. Unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Reizdarmsyndrom (Abruf vom 15.01.2016)

Brazier: Yvette: Low vitamin D levels associated with IBS. Unter:
http://www.medicalnewstoday.com/articles/304361.php (Abruf vom 15.01.2016)

 

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