37 Milliarden Einsparung in Deutschland möglich – wenn alle gesunden Vitamin D Spiegel hätten

Im Umkehrschluss: Statistisch mehr Lebensqualität und Wohlbefinden durch Vitamin D

45 % der Deutschen sind nach einer Schätzung unzureichend mit Vitamin D versorgt und 15-30 %  haben einen deutlichen Mangel – mit dem Risiko, dass dies Einfluss auf den Gesundheitszustand haben kann. Wenn dieser Mangel und diese Unterversorgung ausgeglichen wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch die Behandlungskosten zurückgehen – bis zu 37 Milliarden können nach dieser Schätzung durch die Gabe von Vitamin D in Deutschland eingespart werden – europaweit bis zu 187 Milliarden. Dies bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass Leute weniger ernsthaft krank werden, bzw. weniger behandelt werden müssen, wenn sie regelmäßig auf ihren Vitamin D Spiegel achten.

Das sind hohe Zahlen – es gibt Studien, die diese These unterstützen. So hat eine Studie die Kosten für Leute mit Osteoporose untersucht. In Europa gibt es so 27,8 Millionen Menschen über 55 Jahre, bei denen Osteoporose festgestellt wurde – circa 26,4 Milliarden werden in Europa zu ihrer Behandlung eingesetzt – es werden jährlich durch Osteoporose 1,24 Millionen Brüche in Europa verursacht. Wenn nun die Europäer täglich 1000 mg Calcium und 15 mcg (600 IE) Vitamin D supplementieren würden, könnte das Risiko, sich durch Osteoporose zu verletzen, um 15 % zurückgehen.

Und dies betrifft nur die Auswirkung einer Supplementierung auf Osteoporose! Man muss auch bei dieser Berechnung bedenken, dass 600 IE Vitamin D täglich aus meiner Sicht wirklich nicht viel ist. Ein normalgewichtiger Mensch von 70 kg braucht allein, um seinen Spiegel zu HALTEN, mindestens 3000 IE Vitamin D am Tag. D. h. wenn schon 600 IE so sehr helfen würden – wie stark würden dann 3000 IE helfen? Und wie stark könnte Vitamin D helfen, wenn nicht nur der Spiegel gehalten wird, sondern auch in den Normalbereich gebracht wird? (Wobei die Meinungen weit auseinandergehen, was der Normalbereich ist, hier liest man Zielwerte von 20 bis 70 ng/ml – wem man hier glaubt, ist wirklich eine Glaubens- und Vertrauensfrage. Das Vitamin D Council empfiehlt so eine tägliche Dosis von 5000 IE, um den Spiegel wieder anzuheben).

(In der gennanten Studie wurde gleichzeitig der Einsatz von Calcium empfohlen. In einer anderen Studie wurde bei Osteoporose der Einsatz von Magnesium (100 mg/Tag) hochgerechnet und geschätzt, dass in den US durch Magnesium 800 Millionen Kosten eingespart werden könnten. Brüche können somit auch theoretisch durch den Einsatz von Magnesium vermieden werden. Tatsächlich braucht der Knochenstoffwechsel alles drei – Calcium, Magnesium und Vitamin D – und auch Vitamin K).

Damit könnten jährlich schätzungsweise 186.690 Osteoporose-Brüche verhindert werden. Dadurch könnten europaweit fast 4 Milliarden Euro eingespart werden.

Eine Studie aus Kanada hat noch stärkere Argumente für Vitamin D: Hier wurde die Todesrate untersucht, und zwar im Zusammenhang mit Krankheiten, die auch durch einen Vitamin D Mangel ausgelöst werden können. Das Ergebnis: 16,1 % Tote (31.000 Kanadier), die im Zusammenhang mit Vitamin-D-Mangel stehen, könnten jährlich durch Anhebung des Vitamin D Spiegels auf  42 ng/ml vermieden werden und die Krankenkassen in Kanada um 14,4 Milliarden Dollar entlasten – das sind 7,3 % der Gesundheitskosten in Kanada. Bitte hier nicht missverstehen – nicht 16 % ALLER Tode könnten durch Anhebung des Vitamin D Spiegels vermieden werden, sondern 16 % aller Tode bei Menschen, die eine Krankheit haben, die auch im Zusammenhang mit einem niedrigen Vitamin D Spiegel steht.

Die kanadische Studie beruft sich auch auf eine amerikanische Studie, bei der 13.331 Personen untersucht wurden – und 8,7 Jahre später nochmals. Die Studie fand ein 26 % höheres Todesrisiko für die, deren Vitamin D Spiegel unter 18 ng/ml war, verglichen mit denen, dessen Spiegel über 32 ng/ml war.

Und eine weitere Studie unter Veteranen in den US hat festgestellt, dass die Gesundheitskosten bei Veteranen signifikant ansteigt, wenn diese einen Vitamin D Mangel haben. Dabei hat man 886 ehemalige Soldaten untersucht; Bei denjenigen, die einen Mangel hatten, waren die Gesamtkosten um 39 % höher als bei Veteranen mit einem höherem Spiegel. Die mit Vitamin D unterversorgten Soldaten kamen öfter zur notdienstärztlichen Behandlung, mussten öfter in die Klinik und verbrachten auch mehr Zeit in Kliniken. Das heißt letztlich: Sie waren öfter oder stärker krank als ihre Kollegen mit einem höheren Spiegel.

Ich finde es eigentlich bedauerlich, dass hier die KOSTEN mit Vitamin D in Verbindung gebracht werden – der Fokus sollte eigentlich auf den Umkehrschluss sein:

die gesamte Lebensqualität und das Wohlbefinden, ja der Gesundheitszustand kann sich bei einem höheren Vitamin D Spiegel verbessern, während gleichzeitig das Todesrisiko laut diesen Studien sinkt.

Diese Studien lösen auch eine Diskussion aus, Lebensmittel mit Vitamin D anzureichern. Wenn dies wirklich Vitamin D3 und nicht künstliches Vitamin D2 ist, klingt das nach einem vielversprechendem Ansatz. Andererseits darf der Konsum angereicherter Lebensmittel nicht zu einem falschen Gefühl der Sicherheit führen. Jeder einzelne ist aus meiner Sicht in der Verantwortung, regelmäßig seinen Vitamin D Spiegel überprüfen zu lassen und zu substituieren, da reichen ein paar Hundert Einheiten Vitamin D in den Cornflakes nicht. Auch diejenigen, die gerne und oft in die Sonne gehen, müssen auf ihren Spiegel achten, denn man kann nicht FÜHLEN, ob man ausreichend versorgt wird – dies kann nur ein Bluttest feststellen. Wenn Sie beruflich stark eingebunden sind und nicht extra zum Arzt gehen möchten, dann holen Sie sich doch ein Vitamin D Test Kit, das es problemlos online zu kaufen gibt (auch bei amazon). Sie müssen sich dann nur ein paar Tropfen Blut aus dem Finger quetschen und einschicken, es gibt dafür immer eine genaue Anleitung. Und diese Test-Kits kosten in etwa soviel, wie auch der Arzt für den Test berechnen würde. Allerdings lassen manche Hausärzte einen kostenlosen Vitamin-D-Test im Rahmen der 2jährigen Untersuchung zu, die man ab 35 Jahre haben kann. Auch der Endokrinologe als Stoffwechsel-Spezialist kann kostenlos solch einen Test anordnen. Hauptsache ist: Sie haben ein Auge auf Ihren Spiegel.

Warum nur finanzieren Krankenkassen nicht eine generelle Anhebung des Vitamin D-Spiegels um erhebliche Kosten zu sparen? Ich kenne leider die Verstrickung der Pharmaindustrie in die Planungen der Krankenkassen nicht und kann dies nur Ihren eigenen Verschwörungstheorie-Phantasien überlassen. Aber es ist schon verwunderlich, dass einfache und kostengünstige Mittel nicht genutzt werden, um Krankheiten zu verbessern und die Gesamtkosten in sehr erheblichem Umfang zu senken.

 

Quellen:

Arnold, Greg: New Study Puts Cost on Vitamin D Deficiency. In: http://www.naturalhealthresearch.org/new-study-puts-cost-on-vitamin-d-deficiency/ (Abruf vom 09.04.2017).

Daniells, Stephen: Vitamin D could save Germany €40 billion in health costs. In: http://www.nutraingredients.com/Research/Vitamin-D-could-save-Germany-40-billion-in-health-costs (Abruf vom 09.04.2017).

Vitamin D Council: Vitamin D and calcium supplementation could save Europe nearly €4 billion in healthcare costs. In: https://www.vitamindcouncil.org/vitamin-d-and-calcium-supplementation-could-save-europe-nearly-e4-billion-in-healthcare-costs/ (Abruf vom 09.04.2017).

Peiris AN / Bailey BA / Manning, T.: The relationship of vitamin D deficiency to health care costs in veterans. In: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19149342 (Abruf vom 09.04.2017).

VitaminDWiki: Sparen 2 Milliarden Dollar jährlich in Brüche, wenn nehmen Vitamin D und Calcium – Frost and Sullivan September 2013. In: https://www.vitamindwiki.com/tiki-index.php?page_id=6011 (Abruf vom 09.04.2017)

Nutraceutical Business Review: Cost of dealing with bone fractures could plunge with wider use of calcium + vitamin D supplements. In: https://www.nutraceuticalbusinessreview.com/news/article_page/Cost_of_dealing_with_bone_fractures_could_plunge_with_wider_use_of_calcium__vitamin_D_supplements/126230 (Abruf vom 09.04.2017).

Zentrum der Gesundheit: Knochendichte erhöhen. In: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/starke-knochen-ia.html (Abruf vom 09.04.2017).

Vitamin D3 – Was ist das?

Vitamin D3 ist ein elementarer Bestandteil des menschlichen Körpers und notwendig um unseren Organismus lange und gesund am Laufen zu halten. Es reguliert tausende von Prozessen im menschlichen Körper. Bis vor ein paar Jahren war die Wissenschaft davon überzeugt, dass Vitamin D ausschließlich durch Sonneneinstrahlung auf die menschliche Haut über Nieren, Herz und Leber produziert werden kann. Heute weiß man, dank dem Dermatologen, Psychologen und Biophysiker Prof. Michael F. Holick dass praktisch jede Zelle im Körper die Produktion von Vitamin D3 umsetzen kann.

Was kann Vitamin D3?

Vitamin D3 ist ein Heilmittel für den Körper, so Holick. Es ist in der Lage leichte bis schwere Erkältungen, Grippe oder schlimmere Erkrankungen des Gewebes und der Knochen zu heilen. Besonders effektiv ist der Einsatz von Vitamin D3 bei Brust-, Prostata- oder Darmkrebs, da es genau dort das Wachstum der Krebszellen verhindert. Im Umkehrschluss wird sogar angenommen, dass Vitamin D3 Mangel, als direkte Ursache für die Entstehung von bösartigen Tumoren oder Krebszellen festgemacht werden kann. Zahlreiche Studien belegen diese Annahmen.
Im Jahr 2014 veröffentlichte das Britische „Journal of Cancer“ einen Artikel in dem es die positiven Wirkungsweisen von Vitamin D3 auf die Krebszelleneindämmung beschreibt und mit neuesten wissenschaftlichen Fakten belegt.

Man kann heute bis zu 15 verschiedene Krebsformen in direkte Verbindung zu einem Vitamin D3 Mangel bringen. Dazu zählen Brust- und Darmkrebs aber auch viele andere Formen.

Die derzeitige Situation im Großraum Europa und den USA

Studien, die bereits im Jahr 2012 vom Bundesamt für Gesundheit durchgeführt und veröffentlicht wurden zeigen eine Auswertung des durchschnittlichen Vitamin D3 Vorrats im menschlichen Körper der Bevölkerung. Im Durchschnitt mangelt es knapp 50% der Bevölkerung der Schweiz sowie Deutschland an Vitamin D3. Werte zwischen 50 und 75 nmol/l gelten laut Definition als Mangelzustand. Derzeit liegt der durchschnittliche Wert bei weniger als 50 nmol/l. In Deutschland wurden zu diesem Zeitpunkt knapp 4000 Menschen aller Altersgruppen in die Studie einbezogen. Auch hier konnte ein erheblicher Vitamin D Mangel bei mehr als 57% der Teilnehmer festgestellt werden. Dazu kommt, dass die Vitamin D Unterversorgung im größeren Umfang bei Frauen über 65 festgestellt werden konnte. Sehr ähnliche Ergebnisse wurden in den USA festgestellt. Dabei wurden folgenden Werte ermittelt: Etwa 40% der Gesamtbevölkerung leidet unter einem unzureichenden Vitamin Vorrat, darunter 76% aller schwangeren Frauen und sogar 81% deren Neugeborenen. Gerade die ältere Bevölkerung weist einen enormen Mangel auf, weshalb immer häufiger Krankheiten in den Vordergrund treten.

Wieso ist der Vitamin D3 Mangel innerhalb der Bevölkerungsdichte so hoch?

In den Medien und Informationsportalen und in Ratgebern gegen bestimmte Krankheiten ist von Vitamin D3 häufig nichts zu lesen. Woran kann das liegen? Die Wissenschaft hat bereits durch zahlreiche Studien belegt, dass ein ausreichender Vitamin Haushalt das Leben und den Körper der Menschen jung und gesund hält.
Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass eine Stunde in der Sonne, die Lebensdauer der Zellen und deren Wirkungsweise um ein vielfaches steigern kann. In der Werbung werden aber nur Sonnenschutzmittel angepriesen, nicht die Wirkung der Sonne selbst. Sonnenschutzmittel kann die Wirkung der Sonneneinstrahlung derart vermindern, dass bereits Lichtschutzfaktor 15 die Vitamin D3 Produktion um 100% blockiert. Die fehlgeleiteten Informationen der Industrie schränken die Menschen in einem extremen Maß ein.

Die Medizin und die Pharmaindustrie scheinen diese Informationen zwar zu bekommen, setzen Sie aber nicht um. Vielleicht liegt das gerade daran, dass man Sonnenlicht weder patentieren noch teuer in Dosen verkaufen kann.

So können Sie Ihren Vitamin D3 Haushalt im Sommer und Winter aufrechterhalten

Glücklicherweise ist unser Körper in der Lage Vitamin D3 zu speichern. Da die Sonneneinstrahlung im Winter gerade in Deutschland sehr gering ausfällt und besonders die arbeitende Bevölkerung dann häufig keine Zeit mehr hat, sich in der Sonne aufzuhalten sollten Sie wissen, dass Sie Ihre Vitamintanks im Sommer füllen und über den Winter aufbrauchen können. Sie sollten täglich circa 30 Minuten in der Sonne verbringen – ohne Sonnenschutzmittel. Vitamin D wird in den körpereigenen Fettzellen gespeichert. Hier geht ein weiteres Problem einher, dass im Zusammenhang mit Vitaminmangel steht. Obwohl Vitamin D3 in den Fettzellen gespeichert wird, wird bei Übergewicht das Vitamin nicht mehr an den Körper abgegeben. Daher leiden besonders häufig auch fettleibige Menschen an dieser Mangelerscheinung.
Im Sommer – von April bis September – sollten Sie darauf achten täglich mindestens für 15 Minuten in der Sonne zu liegen. Je dunkler der Teint desto länger sollte das Sonnenbad dauern. Dabei sollten Sie gerade die Mittagssonne nutzen, da diese relativ hoch steht und die wichtigen UVB-Strahlen Sie auch erreichen können.
Nicht vergessen: Vor dem geschlossenen Fenster zu sitzen und sich bestrahlen zu lassen hat keinerlei Effekt. Die UV-Strahlen können das Glas nicht durchdringen.
Im Winter – von Oktober bis März – fehlt die tägliche Sonne und damit die Möglichkeit dem Körper Vitamin D3 in seiner natürlichen Form zuzuführen. Da die Sonne im Winter zu tief steht, erreichen die wertvollen Strahlen die Haut eigentlich nicht. Der Körper zehrt nun von seinen Reserven. Daher entstehen auch immer gegen Februar-März die gefürchteten Grippewellen, weil die Menschen zu diesem Zeitpunkt meist den Vitamin D Vorrat aufgebraucht haben und der Körper sich nicht mehr selbst gegen Viren und Bakterien schützen kann.

Können Sie Vitamin D3 auch über die Nahrung aufnehmen?
Viele Ärzte schwören darauf, dass das benötigte Vitamin auch über die Nahrung aufgenommen werden kann. Theoretisch stimmt das, praktisch irgendwie nicht. Vitamin D3 ist beispielsweise in Milch enthalten. Um aber die nötige Menge davon in den Körper zu speisen müssten Sie täglich knapp 22 Liter Milch trinken, eine unmögliche Angelegenheit. Eine Ernährungsumstellung auf Fisch, besonders Makrele oder Lachs, circa 3 bis 4-mal die Woche kann auch eine ausreichende Versorgung garantieren. Wer dann keinen Fisch mag hat mehr oder weniger Pech gehabt. Auch hier gilt aber, dass eine enorme Zufuhr von Fisch nötig ist, um den Bedarf zu decken – circa 1 Kilogramm Fisch täglich.
Sogenannte Vitamin Präparate und Ergänzungsmittel versprechen hier zwar Abhilfe sind aber auch mehr oder weniger nutzlos. Die Dosierungen, gerade die die in den vielen Drogeriemärkten existieren, sind zu schwach und nützen dem Körper nichts. Wenden Sie sich hierfür an Ihren Hausarzt, denn in der Apotheke können Sie auf Rezept auch hochdosierte Vitamin D3 Präparate kaufen.