Was ist Magnesium?

Das essentielle Mineral aus der Erde

Magnesium (chemisch Mg abgekürzt) ist ein Mineral, das der Körper zum Leben braucht, jedoch nicht eigenständig herstellen kann. Da das reine Element sehr reaktionsfreudig ist, kommt es in der Natur alleine nicht vor, jedoch in vielen Verbindungen mit anderen Elementen wie dem Calcium, Sulfat oder Chlor. Fast 2 % der Erdkruste besteht aus Magnesium bzw. einem seiner mineralischen Verbindungen. Auch besonders häufig kommt es im Meerwasser vor, wo in 1 Kubikmeter Wasser 1 Kilo Magnesium gelöst ist. Seinen Namen hat Magnesium bekommen, da es oft in magnetisierbaren Mineralien wiederzufinden ist.

magnesium-erdkruste

Die Natur braucht Magnesium zum Leben. Pflanzen brauchen Magnesium bei ihrer Photosynthese und auch Tiere und Menschen brauchen Magnesium für viele Prozesse in ihren Körpern.

Der menschliche Körper kann 350 biochemische und bioelektrische Prozesse nicht ausführen, wenn er kein Magnesium hat!

Deshalb ist dieses Mineral ein essentieller Stoff, es ist somit lebensnotwendig, kann aber vom Körper nicht selbst synthetisiert werden. Ohne Magnesium funktioniert unser Zucker-, Fett-, und Aminosäurestoffwechsel nicht, und ohne Magnesium kann der Körper keinen Sauerstoff nutzen, keine Energie gewinnen und seine Zellen nicht regenerieren. Ohne Magnesium kann sich auch kein Muskel entspannen! Somit schlägt unser größter Muskel, das Herz, nicht mehr, wenn kein Magnesium vorhanden ist.

Unser Körper hat circa 25-35 g Magnesium in sich, das meiste davon ist in den Knochen, weiteres Magnesium ist viel in der Muskulatur, in der Leber und in den Weichteilen.

Woher bekommt der Mensch nun sein notwendiges Magnesium? Aus der Nahrung. Sowohl in Tier- wie auch Pflanzennahrung ist Magnesium vorhanden, und die Pflanzen holen es sich aus den Böden. Auch unser Salz, sofern es kein industrielles Abfallprodukt ist, hat einen hohen Magnesiumgehalt.

Wofür braucht der Körper Magnesium?
Magnesium ist das wichtigste Mineral, das ihr Körper braucht. Um korrekt und effizient zu funktionieren, braucht der Körper viele Nährstoffe. Aber sobald Magnesium fehlt, können 350 biochemische Reaktionen im Körper entweder nicht oder nur unzureichend stattfinden. Das ist, als ob ein Auto mit wenig Öl fahren muss. Des weiteren wird Magnesium für die optimale Aufnahme von Calcium und Pothassium benötigt, und für optimale und effiziente Enzymprozesse. Wie Sie sich vorstellen können, kann Ihr Körper ohne Magnesium nicht optimal funktionieren.

Im folgenden möchte ich Ihnen einen Ausschnitt darüber geben, was Magnesium alles im Körper bewirkt:

  1. Magnesium entspannt die Muskeln (während Calcium sie anspannt). Ohne Magnesium könnte somit unser Herz nicht schlagen.
  2. Auch kleine Muskeln wie die Muskelmembranen der Arterien brauchen Magnesium zum »locker werden«.
  3. Magnesium wird von den Nebennieren für die Produktion von Hormonen dringend benötigt.
  4. Die Nebennieren stellen so auch Cortisol her, dass bei der Regulierung des Blutzuckers-Stoffwechsels benötigt wird.
  5. Insulin ist das Hormon, das bei der Regulation des Zucker-Stoffwechsels hilft. Magnesium verbessert dabei die Reaktion des Insulins auf den Zucker in der Nahrung und optimiert die Aktivität des Insulins beim Regulieren des Blutzuckerlevels.
  6. Magnesium ist für die Aufrechterhaltung von angemessenen Energie-Niveaus sehr wichtig. Mit Magnesium können die Zellen besser die Energie speichern.
  7. Ohne Magnesium kann der Körper kein Calcium aufnehmen und speichern. Somit braucht das ganze Skellettsystem Magnesium zum überleben.
  8. Das Nervensystem braucht Magnesium bei der Bildung von Neurotransmittern und Neuromodulatoren
  9. Die Nerven können an den Synapsen ohne Magnesium nur unzureichend miteinander kommunizieren.
  10. Magnesium ist bei der Bildung aller Proteine im menschlichen Körper beteiligt, zu den Proteinen gehören alle Enzyme, Antikörper, manche Neurotransmitter bzw. Neuropeptide, Gewebe wie Muskeln, Blutgefäße, Knorpel, Sehnen und auch rote und weiße Blutkörperchen und die Blutblättchen.
  11. Ohne Magnesium kann sich die Zelle nicht reparieren oder vermehren, bei der Reparatur der DNS und bei ihrer Verdoppelung zwecks Zellteilung wird Magnesium benötigt. Somit braucht JEDE Zelle Magnesium. Wir haben nach Schätzungen etwa 100 Billionen Zellen in unserem Körper, die alle spätestens zur Zellteilung Magnesium brauchen!

Sie sehen: Ohne Magnesium ist der Körper dem Untergang geweiht. Deshalb ist es sehr wichtig, genügend Magnesium mit der Nahrung auf zu nehmen und einen Mangel vorzubeugen bzw. zu beheben. Lesen Sie hier, in welchen Nahrungsmitteln besonders viel Magnesium ist.

 

Was fördert einen Magnesiummangel? Ganz klassisch: Magnesiumprobleme bei Stress und unausgewogener Ernährung

Ein Magnesiummangel wird nicht einfach durch die Einnahme von Magnesium verschwinden. Sie müssen auch die Faktoren vermeiden, die das Magnesium aufbrauchen könnten, sonst bekommen Sie ihren Magnesiummangel nie in den Griff.

Folgende Faktoren sind Magnesium-Aufbraucher:

  • mentale Aktivität
  • physische Aktivität
  • Koffein
  • Eiweißreiche Ernährung
  • Zu Hohe Calcium-Aufnahme (sehr verbreitet)
  • Ernährung mit viel Natrium
  • Raffinierte Zucker
  • Drogen jeglicher Art
  • Alkohol
  • Tabak
  • Diuretica („Wasser-Pillen“)
  • Viel Schwitzen
  • Durchfall
  • Weißmehl
  • Diabetes
  • Limonaden
  • Operationen oder körperlicher Stress
  • Chronische Schmerzen
  • Kohlenhydratreiche Ernährung
  • Viel Cholesterin oder Triglyceride

Jeder dieser Faktoren wird ihren Magnesiumvorrat aufbrauchen und einen erhöhten Bedarf an Magnesium verursachen. Je vorherrschender diese Faktoren in Ihrem Leben sind, desto mehr Magnesium wird ihr Körper brauchen.

Sie sehen: Es ist doppelt wichtig, sich gesund und ausgeglichen zu ernähren. Zum einen braucht Ihr Körper das im Essen enthaltene Magnesium, zum anderen verbraucht Ihr Körper bei schlechter Nahrung zuviel Magnesium auf.

Wenn Sie sich bei so vielen Ernährungsratgebern unsicher sind, wie eine gesunde Ernährung aussieht, so möchten wir Ihnen die Bücher von Dr. Shinya ans Herz legen. Dr. Shinya ist ein Darmspezialist, der in seinem Leben schon Tausende von Darmendoskopien gemacht hat. Er ist also mit einer Kamera in den Darm gegangen und hat die Leute nach Ihren Ernährungsgewohnheiten gefragt. So hat er sich im Laufe der Jahrzehnte ein gutes Bild machen können, was die Darmgesundheit fördert und was sie zerstört. Letztlich propagiert er eine Ernährung, die vor allen Dingen aus Vollkornprodukten und Gemüse besteht, etwas Fisch und Eiern zulässt aber Fleisch, Milchprodukte und Zucker ausklammert.

 

Lebensmittel mit viel Magnesium

Es lohnt sich, öfters mal eine Tasse Kakao zu trinken und dazu ein Roggen-Vollkornbrot mit Sonnenblumenkernen zu essen. Denn gerade Kakao und Sonnenblumenkerne enthalten viel Magnesium, in 100 gr Kakao sind 425 mg Magnesium und in 100 gr. Sonnenblumenkernen sind 420 mg, dagegen hat der Roggen „nur“ 90 mg pro 100 Gramm. Oder machen Sie sich einen Salat aus Blattspinat mit Weizenkeimen, der Blattspinat hat um die 160 mg und die Weizenkeime gleich 253 mg Magnesium pro 100 gr. Wie wärs mit einem Buchweizenpfannkuchen aus 100 gr. Buchweizen zum Frühstück? Supergesund, denn der Buchweizen hat um die 300 mg Magnesium in sich. Naturreis, Kichererbsen, Hirse und Haferflocken wie auch Erdnüsse und Mandeln bringen es auf 140-170 mg pro 100 gr. Etwas Tofu gefällig? Die Sojabohne hat 220 mg pro 100 gr. Und wenn Sie Kartoffeln essen: Lassen Sie die Schale dran. Denn es befindet sich um die 50 mg Magnesium in den Kartoffeln, das meiste davon sitzt in der Schale. Dazu ganz englisch ein paar weiße Bohnen in Tomatensoße, und schon haben Sie noch mehr gesundes Magnesium intus. Denn die Bohnen und das Tomatenmark bringen es jeweils auf 134 mg/100gr. Guten Appetit!

Quellen:

Aubuchon, Vaughn: Magnesiums Food Summary. In: http://www.vaughns-1-pagers.com/food/magnesium-foods.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Magnesium

  • Vollkornprodukte: Vollkornbrot, Vollkornnudeln
  • Naturreis 157
  • Weizenkeime 253
  • Hirse 170
  • Kichererbsen 155
  • Haferflocken 140
  • Haferflocken
  • Geflügel
  • Leber 21
  • Fische
  • Kakao: 100 gramm entahlten 415 mg Magnesium
  • Kürbiskerne
  • Sonnenblumenkern 100 gr enthalten 420 mg Magnesium
  • Cashewnüsse
  • Erdnüsse 150
  • Sesam
  • Kartoffeln 25
  • Blattspinat
  • Kohlrabi
  • Beerenobst
  • Orangen
  • Bananen
  • Milchprodukte
  • Sojabohne 220
  • Mandeln 170

Reizdarm

Wenn der Darm verrückt spielt – schon mal Ihren Vitamin-D-Spiegel überprüft? Studie zeigt Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Spiegel und Reizdarm

Der Reizdarm ist eine weit verbreitete Erkrankung, zwischen 9-23 % der Bevölkerung auf unserem blauen Planeten leiden unter dieser Verdauungsstörung. Es wird geschätzt, dass der Reizdarm allein in den Staaten jährlich Kosten von 21 Milliarden Dollar erzeugt.

reizdarm

Ein Reizdarm kann sehr unangenehm sein. Warum ein korrekter Vitamin D-Spiegel eventuell helfen könnte.

Jeder zweite, der zum Gastroenterologen geht, klagt beim Arzt über die typischen Beschwerden eines Reizdarms: Durchfall und/oder Verstopfung, Aufgebläht sein, Blähungen, weißen oder gelben Schleim im Stuhl, das Gefühl der Stuhl passiert den Darm nicht komplett oder ein Gefühl dringend auf die Toilette zu müssen. Bei einem Reizdarm haben die Patienten oft Schmerzen im Unterleib, die durch den Stuhlgang gelindert werden und/oder die Schmerzen stehen im Zusammenhang mit dem Stuhl. Teilweise kann ein Reizdarm auch sehr peinlich für den Betroffenen sein.

Es gibt für den Reizdarm keine Pille oder Spritze, die ihn hinwegzaubert. Der Gastroenterologe muss alle möglichen Ursachen in Erwägung ziehen, Zöliakie oder andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Magenkrebs, kranke Bauchspeicheldrüse, Hormonstörungen um nur einige zu nennen. Die Ursache zu finden und zu behandeln kann Jahre dauern.

Gibt es denn nun einen Zusammenhang zwischen Reizdarm und dem Vitamin D-Spiegel? Dies haben Gastroenterologen von der University of Sheffield untersucht. Dabei haben sie die Ausprägung der Erkrankung, ihren Einfluss auf die Lebensqualität und den Vitamin D Status erfasst.

Tatsächlich: Von den 51 Patienten mit Reizdarm waren 82 % mit Vitamin D unterversorgt. Ihr Vitamin-D-Status hat ihre durch den Reizdarm beeinflusste Lebensqualität widergespiegelt.

Das heißt mit einem unteren Vitamin-D-Spiegel war auch die wahrgenommene Lebensqualität schlechter, (sie wurde an dem Ausmaß gemessen, wie der Reizdarm das Leben der Betroffenen beeinflusst hat).

Auch wenn man die Ursache nicht kennt: Kann man nun mit Vitamin D den Reizdarm verbessern? Die Wissenschaftlerin Vicky Grant hat es gemacht. Sie leidet unter den Symptomen eines Reizdarms seit 30 Jahren, hat aber eine deutliche Verbesserung durch die Einnahme von hohen Dosen an Vitamin D festgestellt (es ist mir jedoch nicht bekannt, wie hoch die Dosis war). Die Nahrungsergänzung hat deutlich die Beschwerden zurückgehen lassen, während andere Versuche, den Darm zu heilen, gescheitert sind. Grant betont, dass der Reizdarm eine komplexe Krankheit ist, die auch bei anderen Erkrankungen auftreten kann. Das Vitamin D kann dabei helfen, diese ursächliche Erkrankung mit zu behandeln.

Wikipedia: Reizdarmsyndrom. Unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Reizdarmsyndrom (Abruf vom 15.01.2016)

Brazier: Yvette: Low vitamin D levels associated with IBS. Unter:
http://www.medicalnewstoday.com/articles/304361.php (Abruf vom 15.01.2016)