Sonnenallergie und Vitamin D

Haben Sonnenallergie-Patienten ein höheres Risiko für einen Vitamin-D-Mangel und kann Vitamin D Ihnen helfen?

Wer Sonnenallergie hat, setzt sich logischerweise nicht gerne der direkten Sonne aus, und geht nur gut geschützt in die Sonne. Da aber nur die direkte Sonneneinstrahlung auf der Haut den Körper Vitamin D produzieren lässt, liegt die Vermutung nah, dass der Körper eines Sonnenallergikers mit Vitamin D unterversorgt ist.

gelbe Sonne gezeichnet

Genau dies hat eine britische Studie untersucht, die im Dezember im British Journal of Dermatology veröffentlicht wurde. Hierfür wurden in Großbritannien lichtempfindliche und gesunde Patienten das ganze Jahr über behandelt. Über 12 Monate wurde der Vitamin-D-Status gemessen sowie protokolliert, wie viel und wie die Betroffenen in die Sonne gehen. Ich weiß allerdings nicht, wen die Wissenschaftler als „lichtempfindlich“ bezeichneten – waren dies nur Leute mit Sonnenallergie, oder reicht da schon eine blasse empfindliche Haut? Letztlich waren es Menschen, die nur mit Vorsicht in die Sonne gingen.

In der Studie wurden 4 Hauptbeobachtungen gemacht:

  1. 47 % der lichtempflindlichen Personen waren im Sommer nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt, 9 % waren sogar stark unterversorgt.
  2. Im Winter stiegt die Unterversorgung an, dann waren 73 % der lichtempfindlichen Personen mit Vitamin D unterversorgt, 32 % waren sogar stark unterversorgt.
  3. Lichtempfindliche Personen sind stärker mit Vitamin D unterversorgt als die normale Kontrollgruppe, im Sommer war die Unterversorgung im Schnitt um 18 % höher als bei der Kontrollgruppe, und im Winter im Schnitt 25 %.
  4. Das Verhalten an der Sonne erklärt die unterschiedlichen Werte zwischen lichtempfindlichen und normalen Personen: Die lichtempfindlichen Patienten waren am Wochenende weniger UVB-Licht ausgesetzt, auch zeigten sie in der Sonne weniger Haut und nutzen mehr Sonnenschutzmittel – alles Faktoren, die die Produktion von Vitamin D in der Haut behindern.
  5. Beide Gruppen nahmen nur wenig Vitamin D zusätzlich oral ein, die lichtempfindlichen im Schnitt nur 2,94 μg am Tag, das sind gerade mal 118 IE (internationale Einheiten) an Vitamin D am Tag. Ich persönlich nehme an, dass diese geringe Menge durch mit Vitamin D-angereicherte Nahrung zu sich genommen wurde und nicht durch Vitamin D-Tabletten, da Vitamin-D-Tabletten mindestens 1000 IE besitzen sollten.

An dieser Studie sieht man, dass lichtempfindliche Menschen, also auch Menschen mit Sonnenallergie besonders stark mit Vitamin D unterversorgt sind

Doch was sollen Sonnenallergiker nun tun, wenn sie einerseits mit Vtamin D unterversorgt sind und andererseits ihren Mangel nicht durch Sonnenbaden ausgleichen können? Natürlich müssen Sie Vitamin D als Tablette oder Kapsel zu sich nehmen! Sie müssen unbedingt ihren Mangel oral ausgleichen und das kann sogar ihre Sonnenallergie wieder verschwinden lassen!

So jedenfalls berichtet Dr. Raimund von Helden auf seiner Webseite.

Der Arzt behandelte Sonnenallergiker mit hohen Dosen an Vitamin D – und die Allergie verschwand. Ein Wunder? Nein, der Körper kann sich oftmals selbst heilen, wenn man ihm alles zur Verfügung stellt, was er braucht. Und er braucht nun mal Vitamin D!

Nach Dr. von Helden soll der Sonnenallergiker nicht nur wegen seiner Sonnenallergie auf seinen Vitamin-D-Status achten, sondern auch um andere Folgeerkrankungen wie Krebs zu vermeiden: „Wer eine Sonnenallergie hat, der hat auch ein erhöhtes Krebsrisiko“ so der Arzt auf seiner Homepage. Tatsächlich gibt es eine Vielzahl von Erkrankungen, bei denen vermutet wird, dass der Vitamin D-Spiegel eine Rolle spielt – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Diabetes über Übergewicht und vieles mehr…. Dr. von Helden hat dazu ein ganzes Buch geschrieben, in dem er auch eine Formel nennt, wie man seinen Vitamin D Spiegel innerhalb einer Woche wieder auf ein gesundes Level bringen kann („Gesund in Sieben Tagen“).

Doch was ist eigentlich eine Sonnenallergie? Bei einer Sonnenallergie kann sich der Körper nicht mehr genügend vor der Sonne schützen. Normalerweise würde er zum Schutz Pigmente bilden, doch dieser Mechanismus ist bei einer Sonnenallergie gestört – der Körper reagiert mit Juckreiz, Bläschenbildungen, Hautrötungen u. a. auf die Sonne.

Man unterscheidet zwischen 4 verschiedenen Arten der Sonnenallergie.

  1. Die Phototoxische Reaktion: Der Körper kann bei Stoffwechselerkrankungen Stoffe produzieren, die die Haut für die Sonne sensibilisieren. Auch körperfremde Stoffe wie Parfüm, Medikamente oder Nahrungsmittel können sich auch in der Haut ablagern und die Haut empfindlicher machen. Dann entsteht in der Sonne eine phototoxische Reaktion: Die Haut wird stark gerötet – sie hat einen starken Sonnenbrand. Manchmal kommt Juckreiz hinzu oder ein brennender Schmerz. ´
  2. Die Polymorphe Lichtdermatose – sie tritt am häufigsten auf. Polymorph bedeutet einfach „in verschiedenerlei Gestalt/Formen“ – sie tritt also individuell unterschiedlich auf. Juckreiz, fleckige Rötungen und brennende Schmerzen und andere Hautveränderungen können dann unangenehm werden. Besonders häufig betroffen sind Hautstellen, die oft der Sonne ausgesetzt sind – allerdings kann sich die Haut auch an die Sonne gewöhnen, so dass die Sonnenallergie eher im Frühsommer als im Spätsommer auftritt.
  3. Photoallergische Reaktion – sie tritt am seltesten auf – tatsächlich bildet hier der Körper wie bei einer richtigen Allergie Antikörper gegen einen bestimmten Stoff wie z. B. eine Creme. Beim Kontakt mit der Sonne greifen dann die Antikörper den Stoff an – eine allergische Reaktion ist die Folge.
  4. Lichturtikaria – hier bildet die Haut bereits Minuten nach der Sonnenexploration juckende Quaddeln, Sonnencreme hilft hier nur bedingt. Die Betroffenen müssen die Sonne meiden.

Somit: Wenn Sie Allergiker sind oder zu schnell einen Sonnenbrand bekommen – dann achten Sie auf Ihren Vitamin D Spiegel! Denn Sie könnten das ganze Jahr über einen Mangel haben. Auch könnte der Anstieg Ihres Vitamin D-Spiegels die Symptome zurückgehen lassen.

Quellen:

In: British Journal of Dermatology 2014 Dec; 171(6):1478-86, abstract in: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25110159 (Abruf vom 31.07.2015)

Von Helden, Raimung: Sonnenallergie ganz einfach weg. Diana und Jonas erstmals frei von Sonnenallergie. In: http://www.vitamindelta.de/praxis-fallberichte/14-fallberichte/157-gegen-sonnenallergie-ganz-einfach-weg.html (Abruf vom 31.07.2015)

Onmeda: Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose). In: http://www.onmeda.de/krankheiten/sonnenallergie.html (Abruf vom 31.07.2015)

Viegener, Ulrike: Polymophre Lichtdermatose. Sonnenallergie, die vielleicht keine ist. In: Pharmazeutische Zeitung online. In: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=42092 (Abruf vom 31.07.2015)

Sasse, Julia: Sonnenallergie. In: Netdoktor. In: http://www.netdoktor.de/krankheiten/sonnenallergie/ (Abruf vom 31.07.2015)

Von Helden, Raimung: Gesund in sieben Tagen. Erfolge mit der vitamin-D-Therapie. Ein Leitfaden für die Praxis. Dresden 2011.

 

3 bedeutende Gesundheitstrends – Teil 3

Trend Nr. 3
Magnesium – das unterschätzte Mineral, das fast jede Zelle braucht

Die Natur liebt Magnesium: Alles, was lebt, braucht Magnesium um optimal funktionieren zu können. Selbst die Pflanzen benötigen das Mineral, um sich durch Photosynthese mit Energie versorgen zu können.

Und gerade der Mensch braucht Magnesium in 350 bioelektrischen und biochemischen Prozessen im Körper. Magnesium aktiviert dabei über 300 Enzyme!

Das bedeutet, dass täglich über 350 Prozesse in ihrem Körper nicht optimal oder gar nicht funktionieren können, wenn Magnesium fehlt. Ihr gesamter Stoffwechsel wie auch Ihre Organe können dadurch Probleme bekommen können, darunter auch ernsthafte Probleme wie Herzrhythmusstörungen!Monoclonal antibodiesBei Magnesium gilt das gleiche wie mit Vitamin D: Unterschätzen Sie niemals die Auswirkungen eines Mangels! Viele Krankheiten haben einen Magnesiummangel als Ursache, die Bedeutung dieses Minerals ist enorm!

Und da Magnesium im Körper häufig gebraucht wird, ist auch die Liste mit Mangelsymptomen lang:

Erschöpfung in all seinen Ausprägungen:

  • Chronische Erschöpfung
  • Energielosigkeit
  • Antrieblosigkeit
  • Depression
  • Schwäche
  • Müdigkeit
  • großes Schlafbedürfnis
  • Müdigkeit nach dem Aufstehen

 

Nervliche Probleme:

  • Nervösität
  • innere Unruhe, Ruhelosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Geräuschempfindlichkeit
  • Schlafstörungen
  • unruhiger Schlaf

 

Schmerzen:

  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Fibromyalgie
  • Nackenschmerzen
  • Gelenkschmerzen

 

Muskelprobleme:

  • Muskelkrämpfe
  • Muskelzuckungen
  • steife Muskeln
  • Muskelatrophie (Rückgang von Muskelgewebe)

 

Weitere Probleme:

  • Chronische Verstopfung
  • Osteoporose
  • Asthma
  • Arthritis
  • Schwangerschaftsprobleme
  • Nierensteine
  • Diabetes
  • Hyperaktivität

 

Herz-Kreislauf-Probleme:

  • Hoher Blutdruck
  • Herzanfall
  • Schlaganfall
  • Herzprobleme
  • unregelmäßiges Herzklopfen

Erkennen Sie sich wieder? Je mehr Symptome Sie haben, desto größer ist Ihr Mangel. Doch schon bei einem geringen Mangel können Sie Symptome haben und z. B. stetig leicht gereizt sein. Reizbarkeit bedeutet so nicht automatisch, dass Ihr Alltag zu stressig ist, es kann auch bedeuten, dass Sie einfach nicht genug Magnesium im Körper haben.

„Wehret den Anfängen!“ lautet eine Volksweisheit. Nehmen Sie einen Magnesiummangel nicht auf die leichte Schulter. Denn zu Ihrem leicht gereizt sein kann schnell eine Verstopfung dazu kommen, dann bekommen Sie nachts Muskelkrämpfe, dann ist ihr Nacken immer so verspannt. Noch scheinen das alles Lappalien zu sein, doch was, wenn nun Ihr Blutdruck nach oben geht und Sie ignorieren noch immer diese Signale? Was wenn dann Ihr Herz anfängt, aus dem Rhythmus zu kommen?

Magnesium Rückenschmerzen

Und was, wenn Sie dann in einer stressigen Situation einen Herzanfall bekommen?

Deshalb: Vorbeugen ist immer besser als Heilen. Kümmern Sie sich jetzt schon um Ihre kleinen „Wehwehchen“ und versuchen Sie regelmäßig und in ausreichender Menge Magnesium in der Form von Magnesiumcitrat einzunehmen. Beobachten Sie dann, ob Sie dann entspannter sind, besser schlafen können und generell weniger Gesundheitsprobleme haben. Wenn ja, dann hatten Sie einen Magnesiummangel.

 

Zusammenspiel: Kalzium und Magnesium

Und: Wussten Sie, dass Ihr Körper nur mit Magnesium Calcium aufnehmen kann, und gleichzeitig ein zu viel an Kalzium auch einen Magnesiummangel auslöst? Umgekehrt braucht Magnesium das Calcium jedoch nicht zur Resorption. Wenn Sie nun einen Magnesiummangel ausgleichen möchten, dann nehmen Sie es dafür ohne Calcium ein, damit der Körper erstmal seinen Magnesium-Mangel beseitigen kann und das Magnesium nicht dazu nutzt, das beigefügte Kalzium aufzunehmen.

Da Kalzium so vom Magnesium abhängig ist, sind Sie bei einem langfristigen Magnesiummangel auf dem besten Weg, Osteoporose zu bekommen. Denn wenn der Körper aufgrund des mangelnden Magnesiums nicht genügend Calcium aufnehmen kann, hat es nicht genügend Calcium im Blut und holt es sich aus den Knochen – Osteoporose ist die Folge.

Bluttest nicht aussagekräftig genug
Anders als bei Vitamin D können Sie sich auch nicht auf einen Bluttest verlassen, wenn Sie ihren Mangel feststellen wollen. Denn Ihr Gewebe und Ihre Organe können schon unterversorgt sein, auch wenn der Magnesium- Spiegel im Blut vollkommen in Ordnung ist. Deshalb ist es immer wichtig, dass Sie ausreichend mit Magnesium versorgt sind. Im Folgenden finden Sie gute natürliche Quellen für Magnesium.

Lebensmittel mit viel Magnesium (übernommen aus Wikipedia)
Vollkornprodukte: Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornreis, Haferflocken, Geflügel, Leber, Fische, Kakao, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Cashewnüsse, Erdnüsse, Sesam, Kartoffeln, Blattspinat, Kohlrabi, Beerenobst, Orangen, Bananen, Milchprodukte.

Leider garantiert unsere heutige Ernährungsweise oft nicht, dass wir ausreichend mit Magnesium versorgt sind. Wenn Sie nur an die letzte Woche denken – haben Sie viele Produkte dieser Liste gegessen?

Und das in großer Menge? Ich leider nicht! Und das obwohl ich versuche, mich gesund und abwechslungsreich zu ernähren.

Deshalb nehme ich jeden Abend Magnesiumcitrat ein. So beuge ich einem Mangel vor und kann damit wunderbar entspannt einschlafen.

Sie müssen auch keine Angst haben, sich überzudosieren. Ein Zuviel scheidet der Körper gleich wieder aus. Wenn Sie jedoch Magnesium durch Spritzen oder eine Infusion bekommen oder Ihre Nieren erkrankt sind, dann sollten Sie sich zuerst von Ihrem Arzt beraten lassen.

Sie werden auch schnell merken, wenn ihre Dosis an Magnesium zu hoch war, denn dann bekommen sie leicht flüssigen Stuhlgang, was wir auch gerne als „Dünnpfiff“ bezeichnen. Um den abzustellen, müssen Sie das nächste Mal einfach weniger Magnesium zu sich nehmen.

 

Bildnachweis: http://www.fotolia.de • http://www.fotolia.com
© Andi S., © Robert Neumann – Fotolia.com, © shyshka,
© Edler von Rabenstein, © style-photography.de, © designua,
© Elena Pankova – Fotolia.com, © Jacek Chabraszewski – Fotolia.com,
© drubig-photo – Fotolia.com