Vitamin-C und Krankheitsprophylaxe

Die Verwendung von Vitamin-C in der Krankheitsprophylaxe.

Vitamin-C wird für das Wachstum und die Reparatur von Gewebe benötigt. Außerdem ist es ein Antioxidans, welches Schäden verhindern kann, die durch freie Radikale verursacht werden. Ein Mangel an Vitamin-C kann zu zahlreichen Problemen führen, wie trockenem, splittrigem Haar, schlechter Wundheilung, Nasenbluten und einem schlechten Immunsystem. Die gravierendste Form des Vitamin C Mangels ist der Skorbut.

Vitamin-C Abbildung

Vitamin-C und mögliche Erfolge in der Krankheitsbekämpfung

Aber Vitamin-C ist nicht nur für das allgemeine Wohlbefinden wichtig, es spielt auch bei der Verhinderung von Krankheiten eine wichtige Rolle.

  • Herzprobleme:

Einige Studien liefern Hinweise darauf, dass Vitamin-C die Arterien vor Verkalkung schützen kann. Es verhindert, dass LDL Cholesterin Plaques bildet, die die Arterien verstopfen. Verstopfte Arterien können zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

  • Bluthochdruck:

Bevölkerungsstudien haben gezeigt, dass Vitamin-C das Risiko für Bluthochdruck senken kann.

  • Krebs:

Studien an großen Bevölkerungsgruppen haben ergeben, dass Personen, die eine Vitamin-C reiche Kost zu sich nehmen, für einige Krebsarten, darunter Hautkrebs und Brustkrebs, ein geringeres Erkrankungsrisiko besitzen.

  • Arthritis:

Der Körper benötigt Vitamin-C um Kollagen zu produzieren, die ein wichtiger Bestandteil des Knorpels sind. Arthritis zerstört den Knorpel, was zu Druck auf Knochen und Gelenke und entsprechenden Schmerzen führt. Außerdem wird der Knorpel durch frei Radikale angegriffen. Vitamin-C ist ein Radikalenfänger. Studien weisen darauf hin, dass eine Ernährung, die reich an Vitamin C ist, vor Arthritis schützen kann.

  • Altersbedingte Augenkrankheiten:

Im Zusammenwirken mit Zink, Beta-Karotin und Vitamin E schützt Vitamin C die Augen vor der altersbedingten Makulardegeneration.

  • Präeklampsie:

Einige Studien weisen darauf hin, dass Vitamin-C Präeklampsie verhindern kann. Bei dieser, während der Schwangerschaft auftretenden, Krankheit leidet die Schwangere unter Bluthochdruck, Wassereinlagerungen im Körper und einer erhöhten Eiweißausscheidung im Urin.

  • Asthma:

Einige Studien zeigen, dass höhere Dosen von Vitamin-C im Körper vor Asthma schützen können.

  • Stärkung des Immunsystems
  • Aufrechterhaltung der Mundgesundheit
  • Verbesserung der Sehfähigkeit bei Personen, die unter einer Uveitis (Regenbogenhautentzündung) leiden. Dies ist eine Entzündung der mittleren Augenhaut.
  • Behandlung von allergischen Erkrankungen

Diese sind z. B. Heuschnupfen, Asthma, Ekzeme oder eine allergisch bedingte Nebenhöhenentzündung.

  • Behandlung von Sonnenbrand
  • Verhinderung eines trockenen Mundes bei der Einnahme von Antidepressiva

Dies ist eine häufige Nebenwirkung dieser Medikamente.

  • Unterstützung der Hautheilung bei Verbrennungen oder Verletzungen
  • Senkung des Blutzuckers bei Diabetikern

Quelle: University of Maryland Medical Center http://umm.edu/health/medical/altmed/supplement/vitamin-c-ascorbic-acid

Weitere Quellenangaben am Ende des Originalartikels

 

Offizielle Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung:

Die empfohlene Tagesdosis für Vitamin-C liegt bei Kindern (je nach Alter) zwischen 20 und 100 mg/Tag, für Frauen bei 95 mg/Tag und für Männer bei 100 mg/Tag. Raucher benötigen ca. 35 mg/Tag mehr. Zur Behandlung von Krankheiten werden in der Regel zwischen 500 mg und 1.000 mg pro Tag benötigt.

Die oben aufgeführten Angaben in mg sind natürlich nicht mehr zeitgemäß und viel zu gering.

Krebstherapie mit intravenösem Vitamin-C

In den 1960er Jahren fanden die ersten Versuche statt, mit Hilfe von Vitamin-C Krebs zu bekämpfen. In diesen Studien wurde das Vitamin-C oral verabreicht. Bei oraler Aufnahme kann der Körper aber nur eine gewisse Menge Vitamin-C verarbeiten. Der Rest wird ausgeschieden. Daher konnten diese ersten Versuche keinen überzeugenden Erfolg verbuchen.

In einer neueren Untersuchungsreihe wurden mehr als 1.000 Krebspatienten mit sehr hohen Dosen von Vitamin-C behandelt, das sowohl oral als auch intravenös verabreicht wurde. Diese Patienten lebten viermal länger als Patienten, denen kein Vitamin-C verabreicht worden war.

Intravenös können wesentlich höhere Dosen an Vitamin C verabreicht werden. In diesen hohen Dosen besitzt Vitamin C eine andere Wirkung als bei oraler Einnahme. Oral eingenommenes Vitamin C kann zwar die Zellreparatur unterstützen, ist aber zu schwach, um Krebszellen selber anzugreifen. Werden dagegen hohe Dosen direkt in den Blutkreislauf gebracht, kann es die Konzentration an Hydrogen Peroxid im Gewebe erhöhen. Durch Peroxide hervorgerufene Zerstörung ist die Methode, die die weißen Blutkörperchen nutzen, um Krebs zu bekämpfen. Neue Untersuchungen haben gezeigt, dass hohe Vitamin C Konzentrationen das Wachstum der Krebszellen verhindern und bei vielen Krebsarten sogar die Krebszellen zerstören können. Vitamin C kann in hohen Dosen von bis zu 100 g pro Tag intravenös verabreicht werden. Dabei sollte die Dosis langsam gesteigert werden. Die Vitamin C Therapie kann mit einer Chemo- oder Strahlentherapie kombiniert werden. Das Medizin-Zentrum der Universität Kansas erlaubt ausdrücklich diese Kombination von Therapien.

Forscher der Universität Kansas haben Vitamin C im Labor in menschliche Gebärmutterkrebszellen injiziert. Ebenso in einer Versuchsreihe mit Mäusen und mit Patienten mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung. Sie fanden heraus, dass die Krebszellen des Gebärmutterkrebses empfindlich auf Vitamin C reagieren, während die normalen Körperzellen nicht beeinflusst werden. Sowohl in den Mäuse- als auch in der Patientenstudie wurde Vitamin C mit einer Chemotherapie kombiniert. In den Mäusexperimenten konnte eine Verlangsamung des Krebszellenwachstums beobachtet werden. Die Patienten berichteten von weniger Nebenwirkungen bei der Chemotherapie.

Die Möglichkeiten der Krebstherapie mit Vitamin C müssten durch weitere Studien erforscht werden. Da Vitamin C nicht patentiert werden kann, hat die Pharmaindustrie jedoch kein Interesse daran, entsprechende Studien zu finanzieren. Daher ist es für interessierte Forscher sehr schwer, entsprechende Studien durchzuführen.

Quellen: Intelligent Medicine http://drhoffman.com/article/intravenous-vitamin-c-for-cancer-2/

BBC Medicine: http://www.bbc.com/news/health-26038460