Vitamin D und Kognition: Kognitive Funktionen sind bei niedrigem Vitamin D-Level schlechter

Weitere Studie vermutet einen Zusammenhang zwischen Abnahme kognitiver Fähigkeiten im Alter und dem Vitamin D-Spiegel von Senioren

Schon länger haben Forscher beobachtet, dass bei Demenzkranken auch oft ein niedriger Vitamin-D-Spiegel vorzufinden war. Um dies näher zu untersuchen, haben fünf wissenschaftliche Einrichtungen zusammengearbeitet (Wake Forest Baptist Medical Center, the University of Alabama-Birmingham, der University of California-San Francisco, der University of Pittsburgh und des National Institute on Aging). In Ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler die kognitiven Funktionen von 2.777 Senioren im Alter von 70 bis 79, ein Jahr später wurde auch der Vitamin D-Spiegel gemessen und weitere drei Jahre später wurde nochmal verschiedene Tests der kognitiven Funktionen gemacht. Zwei dieser Tests legen es nahe, dass es einen Zusammenhang zwischen den kognitiven Fähigkeiten und dem Vitamin D-Spiegel gibt. Die Wissenschaftler wollen aber nicht versprechen, dass eine Einnahme von Vitamin D auch die kognitiven Funktionen verbessert. Doch einen Zusammenhang scheint es zu geben.

Dieser Zusammenhang wurde auch schon 2009 von der Peninsula Medical School in Exeter, the University of Cambridge und der University of Michigan festgestellt. Hier haben ältere Erwachsene mit niedrigem Vitamin-D-Level auch schlechter bei den Tests abgeschnitten, die die Erinnerung, die Aufmerksamkeit und die Orientierung der Senioren überprüft haben.

Natürlich kann man nicht einfach behaupten, Vitamin D macht intelligenter. Aber ich würde unterschreiben, dass ein niedriger Vitamin D-Level die Kognition und damit auch die Intelligenz zu gefährden scheint…

… und auch deshalb möchte ich jedem anraten, auf seinen Vitamin D-Spiegel zu achten. Das gilt besonders für Senioren. Ich habe über den Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Spiegel und Alzheimer schon einmal einen Artikel geschrieben und kann es nur immer wieder betonen: Gerade im Alter sollte man auf seinen Vitamin D-Spiegel achten. Denn Senioren gehen wahrscheinlich seltener in die Sonne und wenn dann nur stark bekleidet, so dass ihre Haut nicht so viel Vitamin D produziert. Das kann auch die kognitiven Fähigkeiten beeinflussen, wie diese Studien nahe legen.

Quelle: Gutierrez, David: Does vitamin D make you smarter? In: http://www.naturalnews.com/044835_vitamin_D_intelligence_cognitive_function.html (Abruf vom 25.4.2014)

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Den eigenen Vitamin-D-Spiegel einzuschätzen, ist schwer. Denn „gefühlt“ mag er normal sein, aber auf Gefühle oder Ahnungen sollte man nicht hören, denn sie können schwer täuschen. Für eine erste Einschätzung gibt es jetzt einen Fragebogen online, der die typischen Symptome von einem Vitamin-D-Mangel abfragt, sowie Verhaltensweisen registriert, die den Spiegel fallen oder steigen lassen. So wird in einem ersten Schritt gefragt, wie die Nachtruhe ist und ob man sich am Tag eher schlapp oder müde fühlt. Im nächsten Schritt interessieren das Programm, ob man Krämpfe hat oder wann einem schwindelig ist. Danach wird man gefragt, ob einem schlecht wird oder ob der Kopf schmerzt oder drückt. Dann wird überprüft ob man bei längerem Arbeiten/Stehen Schmerzen hat und wie es einem in der Mittagssonne geht. Im sechsten Schritt wird danach gefragt, ob einem oft kalt ist und ob man weiße Flecken auf den Fingernnägeln hat. Dann kommt ein Zwischenergebnis, das aussagt, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, an einem Vitamin-D-Mangel aufgrund der Symptomlage zu leiden.

Dann wird der Vitamin-D-Spiegel anhand von Fragen eingeschätzt, die abrufen, ob und wie viel man in der Sonne gelegen hat, ob man raucht, Vitamin-D-Pillen nimmt oder unter die Sonnenbank geht. Auch muss man angeben, wie viel man wiegt und wie viel Fisch und Eier man isst. Dann schließlich rechnet das Programm aus, wie hoch der Spiegel in etwa ist. Es benutzt dazu etwa 30 Formeln. Nach Angaben des Entwicklers irrt es sich dabei um Plus/Minus 8ng/ml. Das ist ziemlich gut!

Wer ein genaueres Ergebnis haben möchte, sollte den Bluttest machen. Aber für eine erste Einschätzung des Spiegels ist der Test ganz ausgezeichnet.

Entwickelt hat den Test ein Landarzt, Dr. Raimund von Helden, der sich schon seit längerem mit dem Vitamin-D-Spiegel befasst und auch ein Buch dazu geschrieben hat. In seinem Buch „Gesund in 7 Tagen“ gibt er grundlegende Informationen über dieses wichtige Vitamin, doch das beste daran ist seine Formel. Er nennt in seinem Buch eine Formel, mit der man ausrechnen kann, wie viel Vitamin D man einnehmen muss um von einem Anfangswert zu einem Zielwert an Vitamin D in seinem Blut zu kommen. Durch diese Formel erfährt man, wie viel Vitamin D Pillen man schlucken muss, um wieder einen gesunden Vitamin-D-Spiegel zu haben.

Ich kann beides, Online-Fragebogen und Buch nur empfehlen. Sie finden den Fragebogen auf: http://www.vitamindservice.de

Einen Hacken gibt es allerdings: Kostenlos kann man den Fragebogen nur 2x auswerten lassen. Will man öfter seinen Vitamin-D-Spiegel einschätzen lassen, so kann man ein „Vitamin-D-Konto“ eröffnen und für 10 Euro im Jahr jeden Tag das Programm nutzen. Auch gibt es den Zugang für Therapeuten, die mithilfe des Programms eine erste Einschätzung des Vitamin-D-Spiegels ihrer Patienten vornehmen können. Hier kostet das Programm für die Therapeuten 100 Euro jährlich. Das ist eine vergleichsweise geringe Summe, da die Ärzte und Heilpraktiker damit das Programm beliebig oft nutzen können.

Falls Sie keine Ahnung haben, wie hoch Ihr Vitamin-D-Spiegel ist: Machen Sie unbedingt den Online-Test. So können Sie Ihren Spiegel in etwa einschätzen lassen. Für genauere Werte können Sie zum Hausarzt gehen und einen Vitamin-D-Spiegel machen lassen, das kostet allerdings um die 30 Euro. Wie hoch allerdings ein gesunder Spiegel ist, darüber streitet sich die Fachwelt. Lesen Sie dazu hier mehr.